Unsere Projektwoche zu den Alltagskompetenzen stand ganz im Zeichen eines zentralen Ziels: Junge Menschen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden zu stärken. Alltagskompetenzen sind weit mehr als praktische Fertigkeiten – sie fördern Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, kluge Entscheidungen für das eigene Leben zu treffen. In abwechslungsreichen Workshops setzten sich unsere Schülerinnen und Schüler intensiv mit den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Umweltverhalten, selbstbestimmtes Verbraucherverhalten und Haushaltführung auseinander.
Haushalt ganz praktisch
Wie wäscht man richtig? Was bedeuten die Pflegesymbole in der Kleidung? Und wie vermeidet man typische Fehler beim Waschen? Im Workshop „Wäschewaschen“ lernten die Jugendlichen Schritt für Schritt, wie man Kleidung sortiert, Waschmittel richtig dosiert und nachhaltig mit Ressourcen umgeht.
Auch beim Nähprojekt zeigten sich viele Talente: Mit großem Engagement nähten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrerinnen ein eigenes Federmäppchen. Dabei wurden nicht nur handwerkliche Fähigkeiten gefördert, sondern auch Geduld, Genauigkeit und Kreativität.
Nachhaltigkeit im Alltag
Im Workshop „Nachhaltigkeit im Kleiderschrank“ beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Fragen wie: Woher kommt unsere Kleidung? Welche Auswirkungen hat Fast Fashion auf Umwelt und Menschen? Und wie kann ich bewusster konsumieren? Sie erlernten ebenfalls sehr erfolgreich das Annähen eines Knopfes.
Ein weiteres Highlight was das MINT-Projekt zu erneuerbaren Energien durchgeführt von der Initiative Junge Forscher. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler praxisnah, wie nachhaltige Energiegewinnung funktioniert und welche Bedeutung erneuerbare Energien für unsere Zukunft haben.
Auch im Schulgarten wurde tatkräftig angepackt. Sträucher wurden zurückgeschnitten und eine kreative Sichtschutzwand erstellt.
Ernährung und Gesundheit
Im Kochworkshop wurde geschnippelt, gebraten und abgeschmeckt. Die Jugendlichen lernten, wie man einfache, gesunde Gericht selbst zubereitet und worauf es bei einer ausgewogenen Ernährung ankommt. Nebenbei wurde deutlich: Selbst kochen macht Spaß – und ist günstiger als Fertigprodukte.
Ein besonders wichtiger Baustein war der Erste-Hilfe-Workshop. Hier übten die Schülerinnen und Schüler grundlegende Maßnahmen wie das Anlegen von Verbänden, das richtige Verhalten im Notfall und das Absetzen eines Notrufs. Sie erfuhren, wie wichtig es ist, in kritischen Situationen ruhig zu bleiben und Verantwortung zu übernehmen.
Das Thema Gesundheit wurde zudem aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Die Schuldenberatung der Caritas informierte über finanzielle Verantwortung und zeigte auf, wie Schulden entstehen können – und wie man sie vermeidet.
Die Suchtberatung der Isar-Amper-Klinik sensibilisierte für Risiken und unterstützte dabei, eigene Entscheidungen kritisch zu reflektieren.
Ein weiterer Workshop zum Thema Cannabis wurde vom Landratsamt Erding sowie von Prop e. V. durchgeführt. Hier standen Aufklärung, rechtliche Grundlagen und gesundheitliche Folgen im Mittelpunkt.
Unsere Schulpsychologin und Beratungslehrerin boten den Workshop „Voll die Party“ an, in dem es um Gruppendruck, Feiern, verantwortungsbewusstes Verhalten und das Stärken der eigenen Persönlichkeit ging.
Ein roter Faden zog sich durch alle Angebote: Selbstbestimmung und Verantwortung. Ob beim bewussten Einkauf, im Umgang mit Geld, bei Fragen der Gesundheit, in Notfallsituationen oder beim nachhaltigen Konsum – die Schülerinnen und Schüler wurden ermutigt, eigene Entscheidungen informiert und reflektiert zu treffen.
Die Projektwoche hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Alltagskompetenzen für die persönliche Entwicklung sind. Durch praxisnahe Workshops, externe Expertinnen und Experten sowie das Engagement unserer Lehrkräfte konnten wertvolle Impulse gesetzt werden. So wurden unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur fachlich bereichert, sondern auch gestärkt auf ihrem Weg in ein selbstständiges und verantwortungsbewusstes Erwachsenleben.