Wie viel Zeit verbringen wir eigentlich täglich am Smartphone? Und was passiert, wenn wir das Handy einmal bewusst zur Seite legen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich unsere 6. Klassen beim Vortrag „Smartphone aus. Welt an“ von Herrn Apotheker Peter Hinterberger von der St. Jakobs Apotheke in Buchbach.
Zu Beginn des Vortrags ging es um die alltägliche Handynutzung. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich damit auseinander, wie viel Zeit sie ihrer Einschätzung nach am Smartphone verbringen und wie lange die tatsächliche Nutzungsdauer ist. Dabei wurde deutlich, wie leicht man die Zeit aus den Augen verliert, wenn man Nachrichten liest, Videos anschaut oder durch die sozialen Netzwerke scrollt.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Social Media. Soziale Netzwerke können zwar unterhaltsam sein und den Kontakt zu Freunden ermöglichen, sie sind jedoch nicht immer ein unbeschwertes Wohlfühl-Hobby. Neben positiven Erlebnissen wurden auch belastende Erfahrungen angesprochen. Dazu gehören beispielsweise der Druck, sich mit anderen zu vergleichen, die Angst, etwas zu verpassen (FOMO), Gefühle von Einsamkeit und Überforderung durch die ständige Erreichbarkeit und Informationsflut.

Besonders interessant war die Frage, warum es vielen Menschen so schwerfällt, das Smartphone einfach wegzulegen. Herr Hinterberger erklärte, welche Rolle dabei das Belohnungssystem unseres Gehirns spielt. Der Botenstoff Dopamin ist unter anderem an Motivation und Belohnung beteiligt. Neue Nachrichten, Likes oder spannende Inhalte können dazu führen, dass wir immer wieder zum Handy greifen. Gerade bei jungen Menschen, deren Gehirn sich noch in der Entwicklung befindet, ist es deshalb wichtig, einen bewussten Umgang mit digitalen Medien zu lernen. Eine übermäßige Handynutzung kann die Konzentration, den Schlaf und das Wohlbefinden beeinträchtigen.

Doch wie lässt sich die Bildschirmzeit reduzieren und digitalen Stress vermeiden? Auch dafür gab es hilfreiche Anregungen. Sport, Bewegung und sinnvolle Freizeitbeschäftigungen bieten eine gute Möglichkeit, die Aufmerksamkeit wieder stärker auf die reale Welt zu richten. Ebenso wichtig ist es, sogenannte Trigger auszuschalten: Benachrichtigungen können beispielsweise deaktiviert und das Smartphone bewusst außer Reichweite gelegt werden. Feste handyfreie Zeiten helfen zusätzlich dabei, nicht ständig auf das Display zu schauen.

Der Vortrag machte deutlich, dass es nicht darum geht, das Smartphone grundsätzlich zu verteufeln. Vielmehr sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, digitale Medien bewusst zu nutzen, eigene Gewohnheiten zu hinterfragen und die Kontrolle über ihre Bildschirmzeit zu behalten.

Die wichtige Botschaft des Vormittags lautete: Das Leben findet nicht nur auf dem Bildschirm statt. Wer das Smartphone auch einmal ausschaltet, schafft Raum für echte Begegnungen, Bewegung, neue Erfahrungen und die kleinen Dinge des Alltags. Dann manchmal bedeutet „Smartphone aus“ vor allem eines: „Welt an!“